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Weiterqualifizierung im Bildungsbereich
An-Institut der Universität Potsdam







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Innovative


Weiterqualifizierung


im Bildungsbereich


W i B


 

 

Der gemeinnützige Bildungsträger

Weiterqualifizierung im Bildungsbereich

WiB e.V.

An-Institut der Universität Potsdam

 

Das Sonderprogramm Weiterqualifizierung

In den Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung zwischen der Landesregierung Brandenburg und den Spitzenorganisationen, Gewerkschaften und Berufsverbänden wurden seit 1995 Programme zur Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern verabredet.

Um diese Weiterbildungsstudien in Mangelfächern berufsbegleitend, dezentral und praxisorientiert organisieren zu können, wurde 1994 ein gemeinnütziger Verein, der wbl e.V., vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg (MBJS), dem Ministerium für Forschung, Wissenschaft und Kultur (MWFK), der Universität Potsdam und dem  Landesinstitut für Schule und Medien Berlin und Brandenburg (LISUM) gegründet.

In einem Sonderprogramm Weiterqualifizierung brandenburgischer Lehrerinnen und Lehrer haben 1994 bis 2000 ca. 3600 Lehrkräfte ein Studium in folgenden Fächern und Fachrichtungen begonnen:

·            Englisch und Französisch,

·            Politische Bildung und Lebensgestaltungs-Ethik-Religionskunde, Arbeitslehre und Wirtschaftswissenschaften,

·            Kunst, Musik und Darstellendes Spiel,

·            berufliche Fachrichtungen

-               Bau-, Metall- und Vermessungstechnik,

-               Ernährung und Hauswirtschaft,

-               Sozialpädagogik (Sozialpädagogik/Sozialpflege),

·            sonderpädagogische Fachrichtungen

-               Geistigbehindertenpädagogik und

-               Verhaltensgestörtenpädagogik.

Dieses Sonderprogramm wurde 1999 bis 2003 verlängert und um ca. 230 Studienplätze erweitert, hinzu kamen der Vorkurs Englisch für Grundschullehrerinnen und die beruflichen Fachrichtungen Holztechnik und Farbtechnik und Raumgestaltung.

Je nach Studienfach dauert das Studium im Sonderprogramm zwei bis dreieinhalb Jahre und führt zu einer Lehrbefähigung für die Sekundarstufe I/Primarstufe oder für die Sekundarstufe II. Die Teilnehmer sind an der Universität Potsdam immatrikuliert.

Die wissenschaftliche Koordination liegt beim Weiterbildungszentrum der Universität Potsdam, die Programmkoordination beim MBJS. Das Studium wird mit einer Erweiterungs- bzw. einer Ergänzungsprüfung vor dem Landesinstitut für Lehrerbildung (LaLeb) abgeschlossen.

Das Studium: berufsbegleitend, dezentral, praxisorientiert

Zur Realisierung des Sonderprogramms wurde vom wbl e.V. eine innovative Lern- und Ausbildungsorganisation entwickelt, die in hohem Maße zu erfolgreichen Studienabschlüssen führt.

Der Studienablauf ist in allen Studiengängen so strukturiert, dass Studienbereiche und –gebiete im Verlaufe des Studiums auf ansteigendem Niveau wiederholt werden (Module und Kompetenzstufen).

Teile der fachwissenschaftlichen Studienbausteine sind so gestaltet, dass sie andere Studieninhalte mit einbeziehen, um fachverbindende Zusammenhänge aufzuzeigen, bzw. dass in ihnen auf die berufspraktische Bedeutung fachwissenschaftlicher Lehrinhalte hingewiesen wird.

Um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die Lehrkräfte i.d.R. bereits während des Studiums im studieren Fach unterrichten (sofern sie in diesem nicht bereits vor Studienbeginn fachfremd tätig waren), wird durch einen gegenüber universitären Studien erhöhten fachdidaktischen und berufs- praktischen Anteil gesichert, dass sich das Studium von Anfang an qualitätsverbessernd auf den Unterricht auswirkt.

Die Auswahl der Veranstaltungsformen erfolgt nach den zu erwartenden Schwierigkeiten der Teilnehmer bei bestimmten Studieninhalten und danach, ob kommunikative Kompetenzen oder ständige Übung und Festigung als Ausbildungsziele im Vordergrund stehen.

Deshalb werden neben Seminarveranstaltungen der Kurse bis zur Hälfte der Präsenzveranstaltungen als Arbeitsgruppen (10-12 Teilnehmer) durchgeführt. Die Veranstaltungsstruktur zusammen mit dem Ausstattungsprogramm der Studienstandorte erlaubt methodische Differenzierungen im Verlauf der i.d.R. vierstündigen Präsenzveranstaltungen.

In den Blockwochen werden themenbezogen integrative und interdisziplinäre Vorhaben verwirklicht. Projektorientiert werden Vorträge, Seminar- und Arbeitsgruppenarbeit, Workshops und Werkstätten verbunden.

Ein wesentlicher Anteil der Studienleistung erfolgt als Selbststudium in enger Anbindung und betreut durch die Präsenzveranstaltungen.

Ergänzt werden die durch die Prüfungs- und Studienordnungen vorgeschriebenen Studienbausteine durch ein System von studienvorbereitenden, -begleitenden, -unterstützenden, -ergänzenden und –evaluierenden Veranstaltungen und Maßnahmen.

Für die modernen Fremdsprachen wird zusätzlich ein dreiwöchiger Auslandssprachkurs an einer Hochschule gefordert, fakultativ wird zusätzlich ein Auslandsschulpraktikum organisiert. Für die beruflichen Fachrichtungen ist zusätzlich ein Betriebspraktikum im Gesamtumfang von 120 Arbeitstagen, für Arbeitslehre ein betriebliches Fachpraktikum im Umfang von 20 Arbeitstagen erforderlich. Für die sonderpädagogischen Fachrichtungen ist e in mindestens sechswöchiges Informationspraktikum Studienvoraussetzung.

Die Lehrveranstaltungen sind in Studienhalbjahren und nicht wie in der Universität nach Semestern organisiert, dadurch ergibt sich gegenüber vergleichbaren Studiengängen eine erhebliche Studienzeitverkürzung und eine bessere Abstimmung mit den Berufsbelastungen der Lehrkräfte.

Die Organisation des Studiums an festen eigenen Studienstandorten und an zusätzlichen wechselnden Kursstandorten erfolgt mit Unterstützung und in Abstimmung mit den Außenstellen des Landesinstitut für Schule und Medien Berlin und Brandenburg (LISUM) und einzelnen Studienseminaren.

Zur Realisierung des Lehrangebots arbeitet der Trägerverein mit Hochschulen, mit Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitutionen sowie mit Kammern und Berufsorganisationen mit Schwerpunkt aus dem Raum Berlin-Brandenburg zusammen.

Programmevaluation

Zur ständigen Qualitätssicherung und –verbesserung ist vom Trägerverein ein breites Instrumentarium entwickelt worden. Dazu gehören jährliche Gesamtteilnehmerbefragungen, Bausteinevaluationen zum Ende der Studienhalbjahre durch Kurse und Dozenten, halbjährliche Studiengangskonferenzen von Teilnehmern, Dozenten und Koordinatoren, regelmäßige Fachkonferenzen mit externen Experten.

1998 hat der wbl e.V. zusammen mit dem Weiterbildungszentrum der Universität Potsdam einen Halbzeitbericht zum Sonderprogramm herausgegeben, in dem in der Form eines Handbuchs Bedingungen, Entwicklungen und Resultate seit 1994 dargestellt wurden. Jeweils nach Auslaufen eines Studiengangs erscheint ein Studiengangsbericht, in dem zusätzlich zu Daten und Prozessbeschreibungen fach- spezifische und ausbildungsdidaktische Evaluierungsergebnisse dargestellt werden.

Im Jahr 2001 führte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg (MBJS) eine externe Evaluation des Sonderprogramms durch, in der untersucht wurde, ob und in welchem Umfang die Ziele Beschäftigungssicherung durch Qualifizierung und Qualitätsentwicklung der Schulen durch Personalentwicklung erreicht worden sind.

Lehrkräfteweiterbildung ab 2000

In Brandenburg haben zwischen 1992 und 1999 über 7.000 Lehrkräfte mit dem Studium eines neuen Faches oder einer Fachrichtung begonnen, über 6.000 haben bereits ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Dass bedeutet, dass in Brandenburg ca. 40 Prozent der 30 bis 50 jährigen Lehrerinnen und Lehrer noch einmal studiert haben. Neben dem Sonderprogramm als Hauptträger war die Universität Potsdam mit über 2.200 Direktstudierenden an dieser Weiterqualifizierungsoffensive beteiligt; im Jahr 2000 gab es noch jeweils ca. 500 Lehrkräfte in einem Weiterbildungsstudium bei diesen beiden Institutionen. Das Land Brandenburg hat alleine für das Sonderprogramm, bezieht man die Kosten für die Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung für die tageweise Freistellung zum Studium mit ein, über 125 Millionen DM als Zukunftsinvestition aufgewendet. Wenn man den bereits begonnenen und in den nächsten Jahren fortschreitenden Schülerrückgang berücksichtigt, dann ist absehbar, dass ein landesweiter Bedarf für die ursprünglichen Mangelfächer und -fachrichtungen durchschnittlich nicht mehr besteht. Dem steht aber ein differenzierter und regional unterschiedlicher aktueller und prognostizierbarer Bedarf für einzelne Fächer, Fachrichtungen und Funktionen gegenüber, der auch über einen Einstellungskorridor, weil Bewerber und Berufsanfänger fehlen, nicht ausgeglichen werden kann. Aber auch in dem Maße, in dem das "Schülertal" durch die Schulstufen "wandert", entsteht ggf. immer wieder neuer Umqualifizierungsbedarf. Lehrkräfteweiterqualifizierung in der Gesamtregion muss in der Zukunft diese veränderten Rahmenbedingungen berücksichtigen.

Weiterqualifizierung im Bildungsbereich - WiB e.V.

Seit Ende 1999 hat die Universität Potsdam die Leitung des Vereins übernommen, er wurde in WiB e. V. umbenannt.

Der WiB e. V., der die Arbeit des wbl e.V. fortführt, ist von einem Partnerschaftsunternehmen zwischen Ministerien und Universität zu einem Verein an der Universität Potsdam umgewandelt worden. Die Trägerschaft für das fortlaufende Sonderprogramm machte nur noch einen Teil seiner Aktivitäten aus.

Mit den neuen und zukünftigen Angeboten sollen stärker die Eigeninteressen der Lehrerinnen und Lehrer berücksichtigt werden, die sich weiter- und umqualifizieren wollen. Weiterhin sollen auch andere im Bildungsbereich Tätige erreicht werden, um ihnen eine Möglichkeit zur Fort-und Weiterbildung zu bieten. So kann das in den vergangenen Jahren entstandene dezentrale Netzwerk wissenschaftlicher Weiterbildung in der Gesamtregion erhalten, und die erfolgreiche Konzeption eines berufsbegleitenden und berufspraxisorientierten Studiums fortgeführt werden, auch ohne direkte finanzielle Zuwendungen im Landeshaushalt.

 

Unser Angebotsprofil

 

Entwicklung, Organisation und Durchführung von:

·            Studienaufträgen durch das MBJS, die Universität Potsdam und andere Auftraggeber

·            Fort- und Weiterbildungsangebote entsprechend dem Bedarf der verschiedenen Institutionen bzw. Interessengruppen

·            Erarbeitung von Konzeptionen, Organisation und Durchführung von maßgeschneiderten Bildungsangeboten entsprechend den Wünschen unserer Auftraggeber

WiB e. V.

·            Zur Realisierung der Fort- und Weiterbildungsangebote wurde eine innovative Studien- und Ausbildungsorganisation erfolgreich entwickelt.

·            Grundlagen für die Durchführung von Studiengängen sind Studienordnungen der Universität Potsdam bzw. genehmigte Ausbildungsordnungen des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport Brandenburg.

·            Zur Verwirklichung der Fort- und Weiterbildungsangebote arbeitet der Verein mit der Universität Potsdam als Kooperationspartner und anderen Hochschulen, mit Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitutionen sowie mit den Kammern und Berufsorganisationen zusammen.
Über die Durchführung des Sonderprogramms ist der WiB e. V. ein wesentlicher Träger für Lehrerweiterbildungsmaßnahmen im Land Brandenburg geworden.

·            Ergänzt werden die durch die Studienordnungen bzw. Ausbildungsordnungen vorgeschriebenen Studienbausteine durch ein System von studienvorbereitenden, -begleitenden, -unterstützenden, -ergänzenden und -auswertenden Veranstaltungen.

·            Für die ständigen Qualitätssicherung und -verbesserung ist im WiB e. V. zusätzlich ein breites Instrumentarium entwickelt worden.

·            Der WiB e. V. strebt eine Qualitätszertifizierung für das Fort- und Weiterbildungsangebot an.

Die Diskussionen um die Qualität von Schule genauso wie um Chancen und Probleme der Schulentwicklung haben gezeigt, dass ein differenzierter Qualifizierungs- und Beratungsbedarf im Bildungsbereich besteht, für den die traditionelle Lehrerweiterbildung, die allein auf Lehrbefähigung ausgerichtet ist, nicht mehr ausreicht. Der WiB e. V . bietet deshalb ergänzend zu den Angeboten der Universitäten und anderer Weitebildungseinrichtungen Qualifizierungsmöglichkeiten für im Bildungsbereich Tätige und anderen interessierte an.

Über die geplanten Angebote hinaus, erstellen wir gern Konzepte nach Ihren persönlichen Vorstellungen und organisieren deren Durchführung.

 





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